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14.08.2008
Mittelwellen-Sender Beromünster stellt Ende Jahr Betrieb ein

Mittwoch, 13. August 2008, 12:10 – SDA/Schweiz

Mittelwellen-Sender Beromünster stellt Ende Jahr Betrieb ein.

Der legendäre "Landessender Beromünster" stellt am 28. Dezember 2008 um 24 Uhr nach 77 Jahren seinen Betrieb ein. Der technisch veraltete, 215 Meter hohe Mittelwellen-Sender muss der neuen digitalen Übermittlungstechnik weichen.

Die 1931 in Betrieb genommene Anlage umfasst neben dem Sendemasten einen Reservesendeturm und Gebäude für die Technik. Er gehört der Swisscom Broadcast AG und verbreitet auf der Mittelwellefrequenz 531 kHz das volkstümliche Programm "DRS Musikwelle".

Das Ende des Senders hatte sich seit Jahren abgezeichnet. Ursprünglich wollte die SRG SSR den wegen seiner Strahlungen sanierungsbedürftigen Sender bis 2015 nutzen.

Der Kanton Luzern verweigerte 2004 eine Ausnahmebewilligung und verfügte, dass die Anlage bis Ende 2008 saniert oder abgeschaltet werden müsse. Zudem musste die Sendeleistung zurückgefahren werden.

Die Bedeutung des Mittelwellen-Radios hatte seit der Einführung der Ultra-Kurzwelle (UKW) kontinuierlich abgenommen. Dazu kamen neue Übertragungsarten per Kabel, Satellit, Internet oder - als Konkurrenz zur UKW - das Digitalradio (DAB).

Auch wenn Beromünster nicht mehr sendet, könne die "DRS Musikwelle" weiterhin über Kabel, Satellit, Internet oder DAB empfangen werden, teilte Schweizer Radio DRS mit. Die "DRS Musikwelle" bleibe, wie sie sei.

Was mit dem weitherum sichtbaren Sendeturm (der nicht auf dem Gebiet von Beromünster, sondern von Gunzwil steht), passiert, ist unklar. Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) stuft die Anlage als "Denkmal von nationaler Bedeutung" ein, dies bezüglich der Technik- und Sozialgeschichte.

Die Popularität des Senders rührt daher, dass das Radio früher unter dem Namen "Radio Beromünster" sendete, dies obwohl sich die Studios in Bern, Basel und Zürich befanden. Eine Blütezeit erlebte Beromünster im Zweiten Weltkrieg - der Sender wurde Teil der Deutschschweizer Identität.



Kurznews
14.08.2008
Mittelwellen-Sender Beromünster stellt Ende Jahr Betrieb ein

Mittwoch, 13. August 2008, 12:10 – SDA/Schweiz

Mittelwellen-Sender Beromünster stellt Ende Jahr Betrieb ein.

Der legendäre "Landessender Beromünster" stellt am 28. Dezember 2008 um 24 Uhr nach 77 Jahren seinen Betrieb ein. Der technisch veraltete, 215 Meter hohe Mittelwellen-Sender muss der neuen digitalen Übermittlungstechnik weichen.

Die 1931 in Betrieb genommene Anlage umfasst neben dem Sendemasten einen Reservesendeturm und Gebäude für die Technik. Er gehört der Swisscom Broadcast AG und verbreitet auf der Mittelwellefrequenz 531 kHz das volkstümliche Programm "DRS Musikwelle".

Das Ende des Senders hatte sich seit Jahren abgezeichnet. Ursprünglich wollte die SRG SSR den wegen seiner Strahlungen sanierungsbedürftigen Sender bis 2015 nutzen.

Der Kanton Luzern verweigerte 2004 eine Ausnahmebewilligung und verfügte, dass die Anlage bis Ende 2008 saniert oder abgeschaltet werden müsse. Zudem musste die Sendeleistung zurückgefahren werden.

Die Bedeutung des Mittelwellen-Radios hatte seit der Einführung der Ultra-Kurzwelle (UKW) kontinuierlich abgenommen. Dazu kamen neue Übertragungsarten per Kabel, Satellit, Internet oder - als Konkurrenz zur UKW - das Digitalradio (DAB).

Auch wenn Beromünster nicht mehr sendet, könne die "DRS Musikwelle" weiterhin über Kabel, Satellit, Internet oder DAB empfangen werden, teilte Schweizer Radio DRS mit. Die "DRS Musikwelle" bleibe, wie sie sei.

Was mit dem weitherum sichtbaren Sendeturm (der nicht auf dem Gebiet von Beromünster, sondern von Gunzwil steht), passiert, ist unklar. Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) stuft die Anlage als "Denkmal von nationaler Bedeutung" ein, dies bezüglich der Technik- und Sozialgeschichte.

Die Popularität des Senders rührt daher, dass das Radio früher unter dem Namen "Radio Beromünster" sendete, dies obwohl sich die Studios in Bern, Basel und Zürich befanden. Eine Blütezeit erlebte Beromünster im Zweiten Weltkrieg - der Sender wurde Teil der Deutschschweizer Identität.

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